Thema: VoD – und der gläserne Konsument
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Datum: 04.09.2007 22:27:04
Auf einem Symposium zum Schutz der Privatsphäre von Nutzern neuer Medien wie Video-on-Demand, digitales Fernsehen etc., wurde am Rande der IFA  über den "gläsernen Zuschauer" diskutiert.
Der Chef der entavio-Satellitenplattform von Astra, Wilfried Urner, hat die umstrittene Kryptierung von TV-Signalen als bestes Mittel gegen den gläsernen Zuschauer bezeichnet. "Je mehr verschlüsselt wird, desto weniger Nutzungsdaten fallen an", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Firma APS (Astra Platform Services).
Besonders die zunehmende Individualisierung von Angeboten etwa durch Spartenkanäle, Video-on-Demand oder Pay-per-View sowie die Nutzung neuer Vertriebswege wie IPTV und Handy-TV dürfte Datenschützern zufolge diesen Trend weiter verstärken. Neue Geschäftsmodelle könnten ihrer Ansicht nach dazu führen, dass immer mehr Anbieter individuell adressierbare Programmpakete auf den Markt bringen.
Victor Car von der belgischen Datenschutzkommission meinte: "Wer 'Free TV' wolle, könnte zur umfassenden Angabe persönlicher Daten gezwungen werden. Er rief die Anbieter auf, etwa anonyme Prepaid-Karten für den Fernsehkonsum zu verkaufen. Zudem müssten die Nutzer stärker auf die Gefahren des Verlusts ihrer Privatsphäre in digitalen Medien aufmerksam gemacht werden.
Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix erneuerte als Organisator der Konferenz die Forderung seiner Zunft, das im Grundgesetz verankerte Telekommunikationsgeheimnis zu einem allgemeinen Mediennutzungsgeheimnis auszuweiten. Das Recht auf unbeobachteten Medienkonsum müsse wesentlicher Bestandteil einer freiheitlich verfassten Gesellschaft bleiben.
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