Video on Demand: Kabel BW zeigt dem DFL die kalte Schulter

Kabel BW zeigt dem DFL die kalte Schulter

Newsmeldung vom 26.02.2008:

Der baden-württembergische Kabelnetzbetreiber "Kabel BW" möchte noch dieses Jahr ins VoD-Geschäft einsteigen und auch zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) anbieten.

Kabel BW gehört zu den erfolgreichsten Kabelnetzbetreibern in Deutschland. Jeder zehnte Kunde bekommt seinen Internet- und Kabelanschluss über Kabel BW.

Gleichzeitig hat Kabel BW der Deutschen Fußball Liga (DFL) und damit auch deren Partner Leo Kirch eine klare Absage erteilt.  "Wir werden uns an der Ausschreibung für die Bundesliga-Übertragungsrechte nicht beteiligen", sagte Kabel-BW-Chef Thiemann. "Wir sind auf dem Inhaltemarkt nicht tätig, sondern diejenigen, die Inhalte transportieren. Und das behalten wir auch so bei!"

Das Vermarktungsmodell des DFL dürfte deshalb als gescheitert angesehen werden. Denn auch der größte Kabelnetzanbieter "Kabel Deutschland" verhält sich sehr zurückhaltend. Der DFL hatte vor Kabelnetzanbieter als Lizenznehmer zu gewinnen. Der DFL wollte fertige Beiträge erstellen, die über die Agentur Sirius des Medienunternehmens Leo Kirch vermarktet werden sollten. Es war geplant so ca. 500 Mio. Euro Lizenzgebühren einzunehmen.

Kabel BW-Chef Thiemann meint hierzu: "Vorgefertigte Produkte sind für uns nicht interessant. Wir setzen auf unsere Partner, die Sendeunternehmen wie Premiere, und wollen nicht selbst in die Programmverantwortung einsteigen!"

 
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