Kritik an Mediatheken von ARD und ZDF
Newsmeldung vom 12.11.2007:
Auf den Münchner Mediatagen hat es erneut Kritik an den "Mediatheken" von ARD und ZDF gegeben.
Bei einer Diskussion über Abrufinhalte im Internet kritisierte Dirk Kleine von der ProSiebenSat.1-Tochter SevenSense, die unter anderem an "Maxdome" beteiligt ist, die Expansionspolitik von ARD und ZDF im Internet. Es sei schlicht Wettbewerbsverzerrung, meinte Kleine, dass die Rundfunkanstalten mit Gebühreneinnahmen den Aufbau einer "Mediathek" forciere.
Rainer Tief, Leiter der Hauptabteilung Multimedia der ARD, verteidigt dieses Vorgehen: "Die Nutzer verlangen den Service, bestimmte Produkte von ihrer zeitlichen Bindung zu lösen. Tief betonte, dass es sich bei den öffentlich-rechtlichen Online-Inhalten zum großen Teil um Informationssendungen handele, die private Fernsehanbieter kaum zur Verfügung stellten. Abschließend meinte Tief: "Wir müssen dabei sein, sonst finden die Öffentlich-rechtlichen bei den jungen Zuschauern nicht mehr statt."
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