Video on Demand: ARD schließt Video on Demand nicht aus

ARD schließt Video on Demand nicht aus

Newsmeldung vom 11.05.2007:

Die Rundfunkgebühren, wie sie heute von den öffentlich-rechtlichen Anstalten erhoben werden, sind seit langem umstritten.

In der ARD wird darüber nachgedacht, die Zuseher für besondere digitale Angebote extra zur Kasse zu beten.

"Ich halte es für eine Illusion zu glauben, dass wir in der digitalen Welt ohne Mischkonzepte auskommen", sagte der ARD-Vorsitzende Fritz Raff am Mittwoch beim 9. Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig.

Mit Mischkonzepten ist gemeint, dass nicht mehr alle Angebote aus den Gebühren bezahlt werden.

"Vorstellbar ist zum Beispiel Video on Demand, bei dem der Nutzer einen Kosten deckenden Beitrag zahlt“, sagte MDR-Indendant Udo Reiter. „Wir wollen damit aber keine großen Geschäfte machen.“

ARD und ZDF erschließen im Zuge der Digitalisierung zur Zeit neue Übertragungswege außerhalb des Fernsehbildschirms. Die ARD bietet im Digitalkanal EinsExtra regelmäßig aktuelle Nachrichten. Die ZDF-„Mediathek“ hält im Internet sieben Tage lang die Sendungen aus dem Zweiten Programm vor. Zudem bieten beide Sender Handy-TV an.
Deutsche Privatsender hatten in Brüssel eine Beschwerde wegen der zunehmenden digitalen Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Konkurrenten eingelegt. Die EU-Kommission stellte das Verfahren gegen ARD und ZDF Ende April ein – und gab damit Rechtssicherheit für öffentlich-rechtliche Handy- und Internet-Angebote sowie neue Digitalkanäle im TV.

 
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